Der Ladezeit einer Webseite wird immer mehr Bedeutung zugeordnet. Daher ist es umso wichtiger das gerade externe Scripte und CSS-Dateien unbedingt optimiert werden sollten. Gerade Plugins nutzen oft eigene CSS-Dateien und Javascripts. Dadurch erhöhen sich zwangsläufig die sogenannten HTTP Requests » Anzahl der Dateien, die nötig sind, um eine Webseite darzustellen. Diese HTML-Abfragen sollten so kurz wie möglich gehalten werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten diese Abfragen einzugrenzen:

CSS und Javascripte komprimieren

Eine schnelle Lösung, Stylesheets und Scripte zu komprimieren, bietet z.b. der Online-Compressor von Sergej Müller. Per Copy & Paste fügt man den Inhalt einer Stylesheet- oder Javascript-Datei in den Compressor ein, und wählt danach entsprechend Basic-Compress oder Powerful als Komprimierungsmethode aus.

Ich hab hier mal eine Stylesheet-Datei eines Kundenprojektes komprimiert. Die Ausgangsgrösse belief sich auf 38 kByte. Nach der Komprimierung betrug die Dateigrösse lediglich noch 27 kByte. Solange man keine Plugins einsetzt, die eigene Stylesheets oder Javascripts verwenden, ist dies durchaus eine sinnvolle Methode den Seitenzugriff zu optimieren. Setzt man allerdings mehrere Plugins ein, die eigene Stylesheets verwenden, muss man die Dateien natürlich ebenfalls nach dieser Methode komprimieren. Die Sache hat natürlich einen Nachteil: Gibt es ein Update für ein Plugin, wird meist auch die optimierte Stylesheet oder Javascript-Datei überschrieben. Das bedeutet eine erneute Komprimierung der entsprechenden Dateien nach einem Update. Die folgende Möglichkeit bietet da Abhilfe.

Scriptoptimierung mit WP-Minify

Das WordPress-Plugin WP-Minify bietet neben der Optimierung von Stylesheet- und Javascriptdateien auch den grossen Vorteil, das es mehrere Stylesheet- und Javascriptdateien in einer Datei zusammenfasst. Das verringert die HTTP Requests erheblich. WP-Minify fasst alle vorhandenen Stylesheet- und Javascriptdateien in jeweils einer Datei zusammen, und legt diese in ein spezielles Cache-Verzeichnis des Plugin-Roots ab. Daher muss dieses Verzeichnis unbedingt auch Schreibrechte erhalten. Aber Vorsicht: Man sollte in jedem Fall alle Funktionen seiner WordPress-Seite überprüfen. Gerade bei der Fülle von jQuery-Funktionen, die manches Theme enthält, kann es vorkommen, das diese nach Einsatz von WP-Minify nicht mehr funktionieren.

Mit der Firefox-Erweiterung YSlow in Verbindung mit Firebug lassen sich die Optimierungsergebnisse darstellen. In der folgenden Grafik wird der Vorher-Nachher-Effekt deutlich:

Vergleich Requests

Vergleich Vorher-Nachher YSlow

Weitere Informationen zum Thema WordPress-Optimierung findet man auch in den Artikeln Ladezeit wird Rankingfaktor und Cache-Optimierung und Provider

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Frank Viehmann

Geschäftsinhaber bei 3D Mediadesign
Ursprünglich Projektleiter in der 3D-Produktentwicklung, seit 2006 spezialisiert auf 3D Visualisierungen mit Cinema 4D und Webdesign auf Basis von WordPress. Begeisterter Schäferhundefan und Hundesportler mit unserer Freya. Folge mir auch auf Google+, Twitter oder Facebook.

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5 Kommentare zu “WordPress Scripte mit WP-Minify optimieren

    1. Hallo Marc,
      da hast Du natürlich recht. Natürlich kann man auch W3 Total Cache einsetzen. Allerdings müssen beim Einsatz von W3 Total Cache einige Anforderungen vom Server erfüllt werden, die nicht jeder Hoster bereitstellt. Auch die Einrichtung von W3 Total Cache ist für „Nichtfachleute“ nicht gerade ein Kinderspiel. Aber wie gesagt, es ist auch eine Möglichkeit.

  1. Naja, wenn man bedenkt, dass erstens die Kenntnis dieser Problematik nicht jedem bekannt sein dürfte und auch das manuelle Bearbeiten von CSS- und vor allem JS-Dateien, die von irgendwelchen Plugins eingebunden werden, auch nicht gerade einfach ist … Ich hätte mich, natürlich aus reinem Selbstnutz, doch eher über einen Artikel über W3 Total Cache gefreut 😉
    Jedenfalls für WordPress, denn für eine „normale“ Seite, ist das ein Klasse Tool.

    1. Ich habe W3 Total Cache bislang noch in keinem Blog eingesetzt. Werde das aber mal auf einem Testserver ausprobieren. Über positive bzw. negative Erfahrungen werde ich dann zu gegebener Zeit was schreiben.

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