Techking und WordPress-Deutschland haben eine informative Grafik zur Nutzung von WordPress veröffentlicht. Mich hat insbesondere der grosse Vorsprung zu anderen CMS-Systemen verwundert. Allerdings basieren viele der Zahlen nur auf Basis der Installationen bei WordPress.com. Freie WordPress-Installationen auf eigenem Host sind nicht erfasst. Daher müssten die reellen Zahlen eigentlich noch höher ausfallen. Nachfolgend ein paar Erläuterungen zur Grafik.

WordPress-Seiten im Vergleich zur Konkurrenz

Als Basis für die Berechnung wurde der Alexa-Rank herangezogen. Überraschend ist der immense Vorsprung zu anderen Systemen. Mit 55,3% gerankten WordPress-Seiten schlägt WordPress Joomla (10,8%), Drupal (6,3%) und Typo3 (2,7%) um Längen.

WordPress Installationen im Vergleich

Viele Skeptiker sehen WordPress, aufgrund eines schwachen Usermanagements, nicht als vollwertiges Redaktionssystem. Auch ich hatte schon des öfteren mit dem Problem des Usermanagements bei Kundenprojekten zu kämpfen. Abhilfe schafft hier das Plugin User Access Manager. Mit dem Plugin lassen sich Benutzergruppen und Zugriffsregeln für Seiten, Artikel und Dateien steuern.

Anzahl der WordPress-Seiten bei WordPress.com

Die folgende Grafik zeigt die weltweiten WordPress-Seiten, die über WordPress.com gehostet sind. Nicht erfasst sind Installationen die über einen eigenen Host laufen. Hier dürften noch einige hinzu kommen.

Weltweite WordPress Seiten bei WordPress.com

Eingesetzte WordPress Versionen

Mit der Einführung von Version 3.0 im Juni 2010 stiegen auch die Installationen in kurzer Zeit auf 42,9%. Einen grossen Anteil haben aber immer noch die Versionen 2.X mit 57%, das liegt mitunter auch an den vielen Neuerungen in Version 3.0. So sind z.b. einige Plugins oder auch eingesetzte Themes nicht kompatibel mit Version 3. Näheres auch hier.

WordPress Versionen

Eingesetzte Sprachen

Keine Überraschung dürfte die englische Sprache mit 66% sein, was mich allerdings verwundert, sind die 1,8% der deutschsprachig eingesetzten Versionen. Die starken 6,5% der portugiesischen Versionen dürften auf den südamerikanischen Markt zurückzuführen sein.

WordPress eingesetzte Sprachen

Quellen
Die komplette Grafik unter Testking.com und WordPress-Deutschland

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Frank Viehmann

Geschäftsinhaber bei 3D Mediadesign
Ursprünglich Projektleiter in der 3D-Produktentwicklung, seit 2006 spezialisiert auf 3D Visualisierungen mit Cinema 4D und Webdesign auf Basis von WordPress. Begeisterter Schäferhundefan und Hundesportler mit unserer Freya. Folge mir auch auf Google+, Twitter oder Facebook.

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5 Kommentare zu “WordPress ist führendes CMS

  1. Grundsätzlich wundert mich der Erfolg von WordPress nicht, da es sich immer mehr zu einem vollwertigen CMS hinbewegt. Ein einfaches klassisches Blogsystem ist WordPress schon lange nicht mehr.
    Dabei bleibt aber WordPress noch immer so einfach, dass man auch ohne viele HTML-, CSS- oder sogar PHP-Kenntnisse eine eigene Website erstellen kann. Auch Templates gibt es wie Sand am Meer.
    Ich selbst arbeite mit TYPO3, Joomla, Drupal und auch WordPress. TYPO3 ist selbst für einen Profi sehr viel Arbeit, bis man dort eine Website konfiguriert und ein Template ordentlich integriert hat. Hinzu kommt, dass Typoscript als eigenständige Script-Sprache quasi Pflicht ist. Dafür bietet TYPO3 aber gerade für größere Websites (mehrere Microsites, viele Sprachen, detaillierte Benutzerverwaltung für Frontend und Backend etc.) einige Möglichkeiten mehr.
    Die Verbreitung der jeweiligen Redaktionssysteme ist meines Erachtens direkt mit der Komplexität verbunden. Außerdem gehe ich davon aus, dass schon fast über 90% der WordPress-Sites private Blogs sind. Bei Joomla, Drupal und TYPO3 vermute ich eine gegenteilige Nutzung, also hauptsächlich kommerzielle Sites. Gibt es da Statistiken zu? Vielleicht irre ich mich auch.

  2. Hi Michael,
    Ich denke, du bist da absolut auf dem Holzweg mit Deiner Annahme: WordPress würde zu 90% Privat eingesetzt werden. Die Amerikaner z.b. setzen WP sehr häufig als reines CMS ein, was das „Weiße Haus“ und die Obama-HP eindrucksvoll beweisen. Typo3 find ich persönlich absolut ungeeignet für Endkunden. Da müssen sich die Firmen schon einen Webfachmann einstellen.

  3. Die Zahl der 90% Privatanwender für WP hätte ich auch geschätzt. Wenn man mit vertretern der großen Firmen redet, so setzten diese meist nach wie vor auf Typo3, weil es schlicht und einfach den höchsten Ruf genießt, unabhänig davon das WP sich inzwischen weiterentwickelt hat und Typo3 eher zu den alten Eisen gehört. Mit WP kann man inzwischen aber wirklich viel machen und selbst eigene Module zur Ergänzung Progammieren. Es würde mich nich wundern wenn WP auch im kommerziellen bereich noch viel weiter aufsteigt.

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