Lange angekündigt, nun endlich veröffentlicht. WordPress 3.1. Wie immer wurde der grössere Versionssprung nach einem namhaften Jazz-Musiker benannt. In diesem Fall handelt es sich um den Gitarristen Django Reinhardt, der als Begründer des europäischen Jazz gilt. Im Vorfeld wurden ja bereits einige Neuheiten zur neuen Version bekannt, hier nun die wichtigsten im Detail:

Die Admin-Bar

Für viele eine absolut nützliche Funktion. Bleibt man in WordPress angemeldet und verlässt den Adminbereich, um z.b. anderen Interessen im Web nachzugehen, kann man jederzeit über eine Admin-Bar diverse Grundfunktionen abrufen, wenn man auf die eigene Seite im Frontend wechselt. Oder anders umschrieben: Man befindet sich im Frontend auf seinen Webseiten, und bemerkt beispielsweise, das man textlich etwas richtigstellen muss. Statt nun wieder umständlich per Link in den Backend-Bereich zu wechseln, klickt man in der Admin-Bar einfach auf den Menüpunkt „Artikel/Seite bearbeiten„, und schon ist man im Backend auf der zu bearbeitenden Seite oder dem Artikel.

WP Admin-Bar

Die interne Verlinkung

Für mich die eindeutig beste Neuerung im Release 3.1, auch im Bezug auf SEO. Die Verlinkung auf verwandte Artikel oder auch Seiten im eigenen Blog gestaltete sich bis dato etwas mühsam. Man öffnet seine Seiten im Frontend und wechselt auf die zu verlinkende Seite bzw. den Artikel. Kopiert sich die Linkadresse und fügt diese dann im Backend auf den zu verlinkenden Begriff ein. Damit ist jetzt Schluss. Die „interne Verlinkung“ erledigt das direkt im Editorfenster. Allerdings muss man hierzu im „Visuellen“ und nicht im „HTML“ -Modus arbeiten. Einfach den Text markieren, den man verlinken will und danach auf den Button „Verlinken“ klicken. WordPress gibt nun ein neues Dialogfeld aus. Gibt man nun unter „Suchen“ einen entsprechenden Suchbegriff ein, listet WordPress alle relevanten Artikel und Seiten zu dem genannten Begriff auf. Jetzt nur noch aus der Auswahl den entsprechenden Artikel/Seite auswählen und fertig.

WP Interne Verlinkung

Die Post Formats

Diese Neuerung dürfte wohl eher für Theme-Entwickler Interessant sein. Diese Option gibt vor wie ein Artikel im Frontend ausgegeben wird. Das in WordPress mitgelieferte Theme „Twenty Ten“ unterstützt derzeit 3 Optionen: Standard, Kurzmitteilung und Galerie. Wählt man beispielsweise die Option „Kurzmitteilung„, wird der Artikel ohne Überschrift im Frontend ausgegeben.

WP Post Format

Mehr Hinweise zur Funktion findet man im WordPress-Codex unter WordPress.org. Aber wie gesagt, das dürfte eher etwas für die Theme-Entwickler sein. Für den Endanwender ist dies erstmal als Sekundär anzusehen.

Weitere Features

Im Backend gibt es nun eine verbesserte Ansicht der Spaltenanzeige von Artikeln und Seiten. So ist es jetzt möglich nach Titel, Autor und Datum zu sortieren. Auch an der Paginierung wurden Verbesserungen durchgeführt. So ist es jetzt möglich direkt eine Seite anzugeben, auf die man springen möchte. Gerade bei Blogs mit vielen Seiten und Artikeln ist das ein grosser Vorteil. So entfällt unter Umständen die lästige Blätterei bei der Seiten/Artikel-Übersicht. Auch die Suche im Backend, wurde Dank AJAX, verbessert.

Auch am Export von WordPress-Blogs hat sich etwas getan. Früher erfolgte die Ausgabe in dem Format „wordpress.2011-02-23“, jetzt wird zusätzlich die dazugehörige Domain mit aufgenommen, z.b. „meinedomianwordpress.wordpress.2011-02-25“

WordPress sicher Updaten

Wie immer bei einem grösseren Versionssprung gibt es auch bei Version 3.1 kein eigenes Upgrade-Paket. Von daher ist es unbedingt ratsam eine Sicherung der aktuellen WordPress-Installation anzulegen. Dies gilt sowohl für die Datenbank, als auch für die FTP-Daten. Ein sicheres Update führt man am besten nach dem hier beschriebenen Schema durch.

Die aktuelle WordPress DE-Edition 3.1 gibt es wie gewohnt auf der deutschen Community-Seite.

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Frank Viehmann

Geschäftsinhaber bei 3D Mediadesign
Ursprünglich Projektleiter in der 3D-Produktentwicklung, seit 2006 spezialisiert auf 3D Visualisierungen mit Cinema 4D und Webdesign auf Basis von WordPress. Begeisterter Schäferhundefan und Hundesportler mit unserer Freya. Folge mir auch auf Google+, Twitter oder Facebook.

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6 Kommentare zu “WordPress 3.1 Alle Neuerungen

  1. Das mit der internen Verlinkung hört sich ja gut an, wohingegen mich die Adminbar an die Freeblogs erinnert. Leider traue ich mich selbst noch nicht an ein Update ran. Das letzte hatte Peter mir gemacht. Deine Anleitung ist ja schon ganz toll, aber ich als Anfänger scheitere leider an so, für Euch Experten, einfachen Worten wie „Verzeichnisse sichern“. Ich mache täglich ein Backup mit dem Dumper, aber was sind Verzeichnisse und wie sichere ich die? Sind das die Dateien auf dem Server und ich muss die nur runterkopieren oder was genau ist das? Und die WordPress-Dateien, die ich löschen soll, sind alle die mit wp- beginnen? Da gibt es leider noch ein bisschen mehr… *schnief*

    1. Deine Verzeichnisse sicherst Du am besten mit einem geeigneten FTP-Client wie Filezilla. Einfach den Inhalt Deiner WP-Installation vom Server auf Deinen PC übertragen. Falls beim Update etwas schief geht, kannst Du dann einfach die alte Version wieder hochladen. Natürlich dann auch den gesicherten SQL-Dump wiederherstellen, da 3.1 die Datenbank aktualisiert. Eigentlich dürfte nicht viel schief gehen. Bei mir hat die Aktualisierung aus dem Backend heraus wunderbar geklappt. Allerdings setze ich auch wenig Plugins ein. Aber vielleicht erbarmt sich ja Peter, das schnell mal zu erledigen. Er müsste auch wissen ob sein Theme kompatibel ist.

  2. Irgendwie geht bei mir die Interne Verlinkung nicht. Das Fenster sieht genauso aus wie vorher. Das verlinken auf bestehende Inhalte wird nicht angezeigt. Hilfe

    1. Du hast sehr wahrscheinlich TinyMCE, den erweiterten visuellen Editor im Einsatz. Damit das Plugin die „interne Verlinkung“ unterstützt, musst Du das Plugin auf die neueste Version updaten und die Einstellungen anpassen. Näheres dazu hier…

  3. Das ging aber schnell.
    Genau daran hatte es auch gelegen. Jetzt wird alles richtig angezeigt. Was ich jetzt leider vermisse, sind die optionalen Einstellungen, z.b. die Linkbeziehungen. Wäre vielleicht sinnvoll wenn die WordPress Jungs zumindest den nofollow-rel einbauen könnten.

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