WIP Badezimmer

Seit längerem wollte ich schon einmal ein romatisches Bad in angehauchtem viktoranischen Stil modellieren. Zwischen den Jahren habe ich nun endlich die Zeit dafür gefunden. Inspiriert von meiner besseren Hälfte, die von solch einem Wohnstil begeistert ist, entstand innerhalb von ca. 4 Tagen dieses Projekt.

Bad im viktorianischen Stil. Der Raum

Der Raum

Wenn es um die Erstellung von Zimmern geht fange ich grundsätzlich mit der Modellierung des Raumes an. Wände, Decke und Boden entstehen mittels einfacher Würfelobjekte. Fenster werden über die Boole-Funktion ausgeschnitten. Fensterkreuze entstehen aus Würfelobjekten. Zur Ausleuchtung der Szene werden 2 Lichtobjekte platziert. Ein Punktlicht in der Mitte des Raumes und ein Spotlicht ausserhalb, das das einfallende Sonnenlicht simuliert.

Bad im viktorianischen Stil. Die Fenster

Fensterdetails und Aussenumgebung

Für die Aussenumgebung wird ein Himmelobjekt eingefügt. Für die Textur wird ein HDRI-Bild verwendet. Fensterbank und Vorhänge vervollständigen den Fensterbereich.

Der Badschrank

Badschrank und Waschbecken

Der Badschrank setzt sich aus Würfelobjekten und modellierten Polygonen zusammen. Den Wasserhahn erstellt man am einfachsten mit Sweep-NURBS das aus der Leitkurve und einem Kreis für die Geometrie besteht. Ein paar Accessoires wie Handtuch, Vase, Glas etc. sorgen für die Details. Platziert wird das ganze im vorderen Raumbereich.

Wäscheschrank

Ein Wäscheschrank

Damit auch auf der rechten Seite des Raumes etwas steht, wurde noch ein Sideboard, das als Wäscheschrank dienen soll, erstellt. Auch hier kann man sich dem Würfelobjekt als Basis bedienen. Durch Umwandlung in ein Polygonobjekt kann man nun per Extrude die Muster-Vertiefungen erzeugen. Scharfe Kanten werden mit Bevel leicht gerundet.

Die Wanne des Bades

Die Badewanne

Im Zentrum der Szene steht die Badewanne. Als Basis zur Modellierung nimmt man am besten einen Quader, den man in ein HyperNURBS-Objekt packt. Durch divers Extrude-Aktionen modelliert man die Form der Wanne. Die Füsse kann man entweder aus mehreren Objekten zusammenbasteln oder man modelliert sie aus einem Polygonobjekt.

Ergänzung mit Details

Raumdetails ergänzen

Die Feinheiten machen den Unterschied. Damit das Bad noch etwas wohnlicher wird, wurden ein paar Zimmerpflanzen, ein Wandregal, eine Wandbeleuchtung und ein Stuhl ergänzt. Der Modellierteil der Szene ist damit abgeschlossen. Ein realistisches Bild entsteht allerdings erst durch die Texturierung der Szene.

Texturing und Finalrender

Jetzt müssen die 3D-Objekte natürlich noch mit einer Textur versehen werden. Für den Boden wurde eine dunkle Fliesenstruktur erstellt. Die Keramikobjekte wie Wanne, Spülbecken oder diverse Blumentöpfe erhielten eine Emaille-Optik. Leuchter und Schränke wurden zum Teil mit BodyPaint direkt im 3D-Modell bearbeitet. Gerade BodyPaint ist ein ausgezeichnetes Werkzeug, wenn es um die Texturierung von Modellen geht. So hat man immer die optimale Kontrolle über das UV-Mapping. Die fertige Szene im Finalrendering:

Die fertige Szene