Um WordPress auf eine neuere Version zu aktualisieren gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei grösseren Versionssprüngen stellt WordPress keine Upgradepakete zur Verfügung. In solch einem Fall sollte eine Aktualisierung in jedem Fall, wie unter Punkt 3 beschrieben, durchgeführt werden. Handelt es sich lediglich um Sicherheitsreleases oder kleinere Aktualisierungen, kann ein Update nach Punkt 1 bzw. 2 ausreichend sein. Auf jeden Fall sollte man vor einer Aktualisierung die Internetseiten bzw. den Blog von WordPress besuchen, um nähere Informationen zum aktuellen Upgrade zu erhalten.

Wichtig: Es empfiehlt sich, generell vor einem Update eine Sicherung der Datenbank und der FTP-Daten vorzunehmen. Auch empfehlenswert ist die Deaktivierung Ihrer Plugins. Diese sollten nach erfolgreichem Update nach und nach wieder aktiviert werden. So stellen Sie schnell fest welches Plugin evtl. Probleme mit der neueren WordPress Version macht.

1. Die Schnellaktualisierung

Seit WordPress Version 2.7 gibt es im Adminbereich die Autoupdate-Funktion.

WordPress-aktualisieren

Diese Funktion ermöglicht eine automatisierte Aktualisierung direkt aus dem Adminbereich. Wichtig hierbei ist, das Sie auf Ihrem FTP-Server entsprechende Schreibrechte angelegt haben. Oft scheitert gerade daran die automatische Aktualisierung und Ihr Blog läuft garnicht mehr. Ich persönlich verwende diese Variante der Aktualisierung nicht. Sicherer ist hier die Methode unter Punkt 2 bzw. 3.

2. Update mittels Upgrade-Paket

Bei kleineren Anpassungen und Sicherheitsreleases stellt WordPress sogenannte Upgradepakete zur Verfügung. Bei solchen Upgradepaketen werden lediglich die relevanten Dateien des Blogs ausgetauscht. Die Upgradepakete erhalten Sie auf den WordPress Archivseiten. Und so installieren Sie das Upgradepaket:

  • Das Upgradepaket vom WordPress-Archiv downloaden.
  • Die gezippte Datei lokal auf dem Rechner entpacken.
  • Die entpackte Datei und Verzeichnisstruktur auf die WordPress-Installation Ihres Webspaces übertragen.

3. Sicheres Update

Bei grösseren Versionssprüngen stellt WordPress oftmals keine Upgradepakete bereit. In solch einem Fall empfiehlt sich folgende Vorgehensweise um WordPress zu aktualisieren:

3.1 Daten sichern

Führen Sie eine Datensicherung der kompletten Datenbank und der FTP-Dateistruktur durch. Ich verwende für solche Zwecke den mysqldumper, den man hier kostenlos downloaden kann. Natürlich geht auch die Exportfunktion von WordPress, mit der man eine XML-Datei sämtlicher Blogeinträge und Seiten generiert. Empfehlenswert ist aber in jedem Fall ein komplettes Backup der Datenbank.

3.2 Plugins deaktivieren

Vor der Neuinstallation sollte man vorsichtshalber alle Plugins deaktivieren. Erfahrungsgemäss sind einige Plugins meist nicht kompatibel bei grösseren Versionssprüngen von WordPress, dies kann unter Umständen dazu führen, das der Blog nicht mehr funktioniert.

3.3 Bestehende Installation löschen

Alle WordPress-Dateien, ausser dem Verzeichnis /wp-content, auf dem FTP-Server löschen. Das Verzeichnis /wp-content enthält wichtige Daten zu Ihrem Blog wie Themes, Ihre Uploads oder Plugins und sollte daher nicht gelöscht werden. Ebenfalls auf keinen Fall zu löschen sind die Dateien (Hier empfiehlt sich ebenfalls eine Kopie der Daten lokal zu speichern):

  • WP-CONFIG.PHP (Konfigurationsdatei Ihres Blogs, Sie enthält Ihre MySQL-Verbindungsdaten)
  • .HTACCESS (Konfiguartionsdatei die evtl. Verzeichnisoptionen, Servereinstellungen etc. beinhaltet)

3.4 Neue Version installieren

Aktuelle WordPress Version downloaden und das ZIP-Archiv lokal entpacken. Den Inhalt des Ordners WordPress auf Ihren FTP-Server übertragen. www.ihredomain.de/wp-admin/upgrade.php ausführen.

3.5 Plugins aktivieren

Als letzten Schritt sollten Sie nun Ihre Plugins aktivieren. Aktivieren Sie ein Plugin nach dem anderen und testen Sie den Blog auf Funktionalität. Gerade bei einem grösseren Versionssprung hängen viele Plugins, in Bezug auf Kompatibilität, hinterher.